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Als Therapeut

Informationen zum Auftritt und werblicher Verwendung von SHZ-Zertifikat und -Stempel – eine Orientierungshilfe

Die erfolgreiche Zertifizierung nach den Richtlinien der SHZ berechtigt Sie zur Nutzung von Zertifikat und Stempel der SHZ. Für zertifizierte Therapeuten ist damit die Möglichkeit geschaffen, die durch Einhaltung der SHZ-Richtlinien nachgewiesene fachliche Qualifikation auf dem Gebiet der Homöopathie nach außen zu dokumentieren.
Ein Hinweis auf die SHZ-Zertifizierung kann grundsätzlich verwandt werden auf dem Briefbogen, der Visitenkarte, dem Praxisschild, der Informationsbroschüre und auf der
Homepage. Dabei kommt es darauf an, dass bei der Verwendung darauf geachtet wird, dem Patienten eine sachgerechte, angemessene Information zu geben. Der Eindruck einer Kommerzialisierung des Arzt- oder Heilpraktikerberufes muss vermieden werden, weshalb auf Werbemethoden der gewerblichen Wirtschaft verzichtet werden muss.

Wir haben das SHZ-Zertifikat und den zugehörigen Stempel so gestaltet, dass sie eindeutig sind und zu keinen Problemen führen dürften. Wenn Sie diese zurückhaltend,  sachgemäß und informativ einsetzen, so bleiben Sie problemlos im Rahmen der Gesetzgebung. – Vor allem sollten Sie stets im Auge behalten, dass das alleinige Ziel unserer Arbeit ein möglichst hohes Niveau der homöopathischen Versorgung und eine optimale Aufklärung unserer PatientInnen ist.

Beispiele für den Hinweis auf die SHZ-Zertifizierung:

  • Zertifiziert durch die Stiftung Homöopathie-Zertifikat (oder SHZ)
  • Zertifizierte/r TherapeutIn der Stiftung Homöopathie-Zertifikat (oder SHZ)
  • SHZ-zertifiziert
  • SHZ-zertifizierte/r TherapeutIn
  • Klassische Homöopathie mit SHZ-Zertifikat

Welche Beschränkungen gelten bei der Verwendung von Zertifikat und Stempel?
Die Zertifizierung kann Therapeuten einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Insbesondere deshalb sollte sich die Nutzung von Zertifikat und Stempel innerhalb der gesetzlichen Grenzen halten. Rechtliche Vorgaben ergeben sich insbesondere aus folgenden Regelungen:

Gesetz über den unlauteren Wettbewerb (UWG)
Das Gesetz über den unlauteren Wettbewerb verbietet die unlautere Wettbewerbshandlung. Untersagt ist insbesondere die irreführende Werbung durch unrichtige oder täuschende Angaben über Eigenschaften und Befähigung des Werbenden. Wegen des Wettbewerbsvorteils wird einer Verwendung von Zertifikat und Stempel in den allermeisten Fällen auch ein werbender Charakter im Sinne des UWG zukommen.
Beispiele für zu vermeidende Irrtümer beim Empfänger der Werbung sind unter anderem:

  • Der Eindruck, dass durch das Zertifikat die Möglichkeiten der Berufsausübung erweitert werden. Vereinfacht: Es darf nicht die falsche Annahme entstehen (können), dass Therapeuten, weil sie zertifiziert sind, mehr als andere Heilpraktiker oder Ärzte "dürfen". Inhaltlich und gestalterisch sollte deshalb eine klare Trennung zwischen der  Berufsbezeichnung „Heilpraktiker“ oder „Arzt“ und der SHZ-Zertifizierung eingehalten werden.
  • Der Eindruck, die Qualifikation im Rahmen der SHZ-Richtlinien erweitere die Möglichkeiten der Berufsausübung (wie dies etwa eine Zusatzbezeichnung im ärztlichen Beruf ermöglicht). Es muss deutlich sein, dass es sich um eine fachliche Qualifikation im Sinne einer einzelnen Heilmethode handelt.
  • Durch die Verwendung des Zertifikats darf auch nicht der Eindruck entstehen, es sei durch eine staatliche oder staatlich anerkannte Prüfung erlangt worden oder führe zu einer staatlich anerkannten Berechtigung.

Wichtig dabei ist: Es kommt immer darauf an, ob die Verwendung des Zertifikats für den Empfänger irreführend sein kann.


Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (HeilprG) – für die Kollegen, die als Heilpraktiker niedergelassen sind.

Gemäß § 1 Absatz 3 des HeilprG lautet die staatlich anerkannte Berufsbezeichnung:
"Heilpraktiker".

Das SHZ-Zertifikat dokumentiert die fachliche Qualifikation in einem Behandlungsverfahren. Es berechtigt nicht zum Führen der Berufsbezeichnung "Homöopath" oder „Homöopathin“ und sollte schon zur Vermeidung einer möglichen Irreführungsgefahr nach dem UWG nicht gemeinsam mit dieser Berufsbezeichnung verwendet werden.

Gesetz über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens (Heilmittelwerbegesetz - HWG)

Weiterhin wird die Werbung auf dem Gebiet des Heilwesens durch das HWG beschränkt. Das Gesetz findet auch Anwendung auf die Werbung für homöopathische Behandlungsverfahren. Verboten ist danach wieder die irreführende Werbung. Darüber hinaus werden jedoch auch Werbeformen und -mittel beschränkt. Im Ergebnis soll das HWG eine sachliche und richtige Patienteninformation gewährleisten. Eine Werbung mit den drastischeren Mitteln - etwa der Konsumgüterindustrie - soll verhindert werden, ebenso dürfen nicht die Ängste möglicher Patienten zum Mittel der Werbung gemacht werden.

Welchen Beschränkungen unterliegt der Hinweis auf die SHZ-Zertifizierung?
Für den einfachen schriftlichen Hinweis auf die Zertifizierung gelten die Ausführungen zur Nutzung des Zertifikats entsprechend. Der Hinweis sollte sich auf die Behandlungsmethode Homöopathie beziehen und die SHZ muss als zertifizierende Stelle angegeben sein.

Orientierungshilfe - keine Rechtsberatung!
Die vorstehenden Hinweise können im Zweifelsfall die Rechtsberatung durch einen Anwalt nicht ersetzen. Wie schon der Titel dokumentiert, kann dieses Merkblatt lediglich
eine erste Orientierung über die rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Verwendung von SHZ-Zertifikat und -Stempel geben.